16.02.2022
Neuer Taufstein für die Schlosskirche

Neuer Taufstein für die Schlosskirche

E s ist immer ein gutes Gefühl zu wissen, dass Gott in der Taufe zum Täufling „JA“ sagt. Die meisten Gemeindeglieder in Lauchhammer-West wurden in der Schlosskirche getauft. Als vor fast 10 Jahren die historische Taufschale gestohlen wurde, hatten wir die Hoffnung, dass die Schale wiedergefunden oder zurückgegeben wird. Eine Ersatzschale wurde daher nicht in Auftrag gegeben. So war jede Taufe mit großem organisatorischem Aufwand verbunden. Zunächst wurde nur die Taufschale von der Nikolaikirche ausgeliehen. Das ging nur, wenn dort keine Taufe stattfand. In der jüngeren Vergangenheit musste dann auch auf das historische Taufgestell wegen massiver Schäden am Holz verzichtet werden. Seitdem wurde Taufen entweder mit ausgeliehenen Taufgestell und Taufschale oder eben in einer anderen Kirche gefeiert. Also musste dringend Abhilfe geschaffen werden und vom GKR wurde der Beschluss gefasst, ein neues Taufbecken anzuschaffen. Es wurde ein geschwungenes Holzgestell aus Eiche mit einer blau, orange und transparent gestalteten gläsernen Taufschale ausgewählt, welches die abweichende Farbgestaltung der Orgel im Altarraum fortsetzt. Aus München wurde das Taufgestell noch rechtzeitig angeliefert. Anders sah es bei der gläsernen Taufschale aus. Diese ist ein Auftragswerk einer Künstlerin aus Köln und wurde erst in der Woche der geplanten Taufe fertig. Da haben sich Herr Anders und Frau Lichtenberger selbst auf den Weg gemacht, um das Taufbecken persönlich in Köln abzuholen. Die Taufe von Willi Stemmer am 16.01.2022 war für alle Beteiligten ein besonderes Ereignis und für Willi das „JA“ Gottes für ihn und sein Leben. Als Erinnerung erhielt er ein gläsernes Kreuz in den Farben der Taufschale. Diese Idee finde ich toll und ich könnte mir vorstellen, Gleiches für die Ausgestaltung von künftigen Taufen zu nutzen. Die erste Taufe im neuen Jahr mit einem Taufbecken der Kirchengemeinde soll allen Menschen Mut machen, sich auf seine eigene Taufe zurückzubesinnen und anderen Menschen davon zu erzählen. Ein Dankeschön an dieser Stelle für das große Engagement der ganzen Familie des Täuflings und allen anderen Unterstützern, denen lebendiges Gemeindeleben am Herzen liegt.
Lothar Bergk